Schlagwort-Archiv: Reflexion

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Herausforderungen von Studienanfängern/-innen

Im Rahmen unserer Studie zur Entwicklung der Einstellung und Motivation von Studierenden haben wir vielfältige Aspekte untersucht. Anlässlich eines Calls der Zeitschrift für Hochschulentwicklung haben wir den Blick speziell auf die Herausforderungen der Studienanfänger/-innen gelenkt. Anstatt deskriptiv zu beschreiben, wie Studierende den Übergang von der Schule in die Hochschule erleben, haben wir einen etwas anderen Zugang gewählt: Auf Basis der Selbstwirksamkeit der Studierenden (erhoben ca. einen Monat vor Beginn ihres Studiums) konnten wir die Studierenden in drei verschiedene Gruppen einteilen, die sich durch hohe, mittlere und relativ geringere Selbstwirksamkeit kennzeichnen lassen. Dabei ist festzuhalten, dass bei allen drei Gruppen die Selbstwirksamkeit auf einer Skala von 1 (= stimme gar nicht zu) bis 6 (= stimme voll und ganz zu) zu Beginn des Studiums oberhalb des Wertes 4 lag, d.h. gut bis sehr gut ausgeprägt ist. Gleichwohl lassen sich unterschiedliche Entwicklungen der Studierenden im Verlauf des ersten Studienjahrs nachzeichnen und auch die Wahrnehmung der Herausforderungen ist zwischen den drei Gruppen verschieden.

So nimmt die Gruppe mit der relativ niedrigen Selbstwirksamkeit sämtliche studienbezogene Herausforderungen, z.B. das Erlangen guter Noten, die Bewältigung des Prüfungsdrucks, das Zeitmanagement, aber auch nicht studienbezogene Herausforderungen wie das Zurechtfinden am Studienort als signifikant schwieriger wahr als die anderen beiden Gruppen.

Interessant ist vor allem, dass eine relativ niedrige Selbstwirksamkeit nicht unbedingt mit einer schlechteren Leistungsfähigkeit (operationalisiert über die Matura- resp. Abitur-Note) einhergeht. So ist zwar die durchschnittliche Matura-Note für diese Gruppe geringer, allerdings sind in der Gruppe prozentual die Frauen am stärksten vertreten. Da Frauen mindestens dieselbe Leistungsfähigkeit aufweisen wie ihre männlichen Kollegen, sind sie anteilig zu stark in der Gruppe mit der relativ niedrigen Selbstwirksamkeit vertreten. Es zeigt sich also, dass die Gruppen in sich nochmals eine hohe Heterogenität aufweisen.

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Insgesamt geben die Ergebnisse spannende Hinweise für eine an Diversität orientierte Gestaltung der Studieneingangsphase. Details zur Untersuchung wie auch Gestaltungsempfehlungen finden sich in unserem Beitrag in der Zeitschrift für Hochschulentwicklung.

 

 

 

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RMLE Unconference Review

As this is part of the documentation of the Unconference and will be shared among the mainly English-speaking conference participants, this review will be in English.

The Research on Management Learning and Education (RMLE) Unconference took place at the Copenhagen Business School from June 30 until July 1, 2014. About 50 participants from 10 countries took part. The RMLE unconference is an initiative from a small group of researchers, above all Amy L. Kenworthy from Bond University in Australia where the first unconference on this topic had taken place last year.

The format of an unconference is similar to an open space; however, the topics and groups were pre-structured based on proposals so that everybody had a starting point within the unconference. Unlike other conferences, every participant of the conference had contributed an abstract with questions, ideas, concerns (QIC) which was circulated among all participants beforehand. Instead of writing a paper or abstract on ‘finished’ research, the mission of the conference was rather to think about new research ideas or directions that research could take in the future. The conference started with a brief introduction to the unconference (above all ‘the rule of two feet’ – meaning that you are allowed to leave your group and take up a different topic at any time). The different sessions started immediately and were each ended with 2-minute presentations from each group in a plenary with all participants. In alignment with the scope of the conference, participants needed a few sessions to get into the groove of the conference and to find their common ground. For instance, I started out with a group talking about a very broad variety of topics:

  • the purpose of the business school,
  • the gap between what universities claim with regard to teaching and the way how teaching is valued,
  • students’ expectations from their education at business schools and
  • the goals we want to achieve with management education.

The scope of our discussions remained necessarily rather abstract and broad. However, with every summary the topics of interest became clearer such that new groups emerged.

At the end of the first day, I had an intense discussion about the need for research on assessment. In the group, it became clear that individual assessment methods targeted at grading students and giving feedback to them can be distinct from assessment with the purpose of evaluating study programmes (as in the logic of accreditation procedures such as AACSB with its assurance of learning process). The two levels can be combined if individual assessment methods (such as essays or multi-choice questions) provide the basis for programme-level assessment but this is not necessary the case.

Finally, on the second day, I joined a group on faculty development which will now start research on the state-of-the art of faculty development in different countries. Additionally, we generated research ideas with regard to faculty evaluations and on how to introduce different educational discussions (e.g. about conceptions of teaching) into the community of management educators.

The unconference provides an unusual format that helps to surpass the usual boundaries of our research. It remains to be seen whether we are successful to bring the energy and enthusiasm on the ground and to enhance further research on management education. For now, it was fun to be part of the unconference – thanks to the organizers at CBS and around the world!

 

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Rückblick auf den Workshop mit Angelika Thielsch von der Universität Göttingen zum Thema Faculty Development

Im Herbstsemester 2014 wird das Zertifikatsprogramm (CAS Hochschuldidaktik) neu aufgesetzt. Das Konzept hierfür steht grundsätzlich und wurde bereits innerhalb der Universität St. Gallen und auf der DGHD-Tagung vorgestellt. Im Moment arbeiten wir an der Feinjustierung der einzelnen Instrumente sowie an der Sicherung der Kohärenz innerhalb des Programms.

Insbesondere die Feinplanung der informellen Lernarrangements im Zertifikatsprogramm stellt eine hohe Herausforderung dar. Die neu aufgenommene Mentoring-Beziehung zwischen einem/-r Zertifikatsteilnehmenden und einem erfahrenen Lehrenden soll sinnvolle Austauschanlässe innerhalb der dreisemestrigen Ausbildung beinhalten. Diese Anlässe sollen die Teilnehmenden in ihrer Anzahl und Intensität nicht überfordern, jedoch so häufig angesetzt sein, dass die Beziehungsarbeit ermöglicht wird. Diese Herausforderungen bearbeiteten wir Ende April 2014 zusammen mit der pädagogischen Expertin der Universität Göttingen, Angelika Thielsch. Da in Göttingen seit einigen Jahren das Programm Hetairos sehr erfolgreich durchgeführt wird, konnten wir den Erfahrungsschatz von Angelika Thielsch nutzen und uns intensiv über unsere Umsetzungsplanung des Mentoringkonzepts austauschen. Hetairos ist ein innovatives hochschuldidaktisches Entwicklungsinstrument, das ProfessorInnen und Doktoranden im Team Teaching-Gespann voneinander profitieren lässt. Im Workshop entstand ein konkreter Prozessplan für die Durchführung des Mentoring in unserem erweiterten Zertifikatsprogramm.

Die wichtigsten Fragen im Workshop waren für uns:

  • Zu welchen Zeitpunkten innerhalb der drei Semester des Zertifikatsprogramms sind Treffen von Mentor/-in und Mentee nötig?
  • Wann im Prozess bedarf es einer Unterstützung informeller Lernarrangements seitens pädagogischer Experten/-innen und wann ist dies ggf. sogar kontraproduktiv?
  • Wie kann die Kohärenz gewahrt werden zwischen den vielfältigen Instrumenten des Zertifikatsprogramms (Mentoring, Peer-Hospitation, Experten-Hospitation, Beratung durch pädagogische Experten, formelles Kursangebot, Lehrprojekt, Abschlussarbeit)?
  • Wie lassen sich Lehrauffassungen in allen Lerngelegenheiten angemessen adressieren?

Dies sind nun Aufgaben, die uns in den nächsten Monaten bis zum Start des neuen Zertifikatsprogramms intensiv beschäftigen werden. Wir danken hiermit nochmals ganz herzlich Angelika Thielsch für den sehr intensiven und gewinnbringenden Austausch zum Faculty Development und den auch persönlich sehr bereichernden Besuch an unserem Institut!

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Erfahrungen mit Team-Teaching – Sicht der Studierenden

Anfangs April habe ich das dreitägige Blockseminar über „Präsentations- und Moderationssituationen gestalten“ bei Marion Lehner und Patrizia Kühner besucht. Die beiden gestalteten den Unterricht als Team und gehen diesbezüglich in ihrem Beitrag „Erfahrungen mit Team-Teaching“ genauer auf die Perspektive der Lehrenden ein.

Teamteaching (er-)öffnet viele Chancen, von welchen meines Erachtens auch Studierende profitieren. Die Lehrenden können sich gegenseitig entlasten, respektive unterstützen und somit differenzierter auf unterschiedliche Lernvoraussetzungen und Bedürfnisse der Teilnehmer (z.B. bezüglich Art und Weise des Unterrichtens) eingehen.  Mehrere Dozenten bringen vielfältigere Fähigkeiten (bspw. kommunikativ/sozial, fachlich etc.) ein, sodass eine Gestaltung des Unterrichts abhängig von Stärken und Schwächen der Lehrenden möglich ist.

Anfängliche Absprachen über Inhalt und Ablauf zwischen den Dozierenden können von den Lernenden als Unsicherheit, Einschränkung oder auch Dominanz- bzw. Kompetenzunterschiede der Lehrenden empfunden werden. Doch der gegenseitige Respekt anstelle von Konkurrenz und Machtkämpfen ist die optimale Basis für ein gut eingespieltes und funktionierendes Team. So resultierte auch im Blockseminar von Patrizia Kühner und Marion Lehner ein überaus angenehmerer wie auch lehrreicherer Unterricht für uns Studierende!

Erstrebenswert sind meiner Meinung nach kursspezifisch unterschiedliche Formen von Teamteaching. Je nach Thema können die Verantwortlichkeiten unterteilt – aber nicht aufgeteilt – und somit anfängliche Schwierigkeiten – wie oben beschrieben – vermieden werden.