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Rückblick auf den Workshop mit Angelika Thielsch von der Universität Göttingen zum Thema Faculty Development

Im Herbstsemester 2014 wird das Zertifikatsprogramm (CAS Hochschuldidaktik) neu aufgesetzt. Das Konzept hierfür steht grundsätzlich und wurde bereits innerhalb der Universität St. Gallen und auf der DGHD-Tagung vorgestellt. Im Moment arbeiten wir an der Feinjustierung der einzelnen Instrumente sowie an der Sicherung der Kohärenz innerhalb des Programms.

Insbesondere die Feinplanung der informellen Lernarrangements im Zertifikatsprogramm stellt eine hohe Herausforderung dar. Die neu aufgenommene Mentoring-Beziehung zwischen einem/-r Zertifikatsteilnehmenden und einem erfahrenen Lehrenden soll sinnvolle Austauschanlässe innerhalb der dreisemestrigen Ausbildung beinhalten. Diese Anlässe sollen die Teilnehmenden in ihrer Anzahl und Intensität nicht überfordern, jedoch so häufig angesetzt sein, dass die Beziehungsarbeit ermöglicht wird. Diese Herausforderungen bearbeiteten wir Ende April 2014 zusammen mit der pädagogischen Expertin der Universität Göttingen, Angelika Thielsch. Da in Göttingen seit einigen Jahren das Programm Hetairos sehr erfolgreich durchgeführt wird, konnten wir den Erfahrungsschatz von Angelika Thielsch nutzen und uns intensiv über unsere Umsetzungsplanung des Mentoringkonzepts austauschen. Hetairos ist ein innovatives hochschuldidaktisches Entwicklungsinstrument, das ProfessorInnen und Doktoranden im Team Teaching-Gespann voneinander profitieren lässt. Im Workshop entstand ein konkreter Prozessplan für die Durchführung des Mentoring in unserem erweiterten Zertifikatsprogramm.

Die wichtigsten Fragen im Workshop waren für uns:

  • Zu welchen Zeitpunkten innerhalb der drei Semester des Zertifikatsprogramms sind Treffen von Mentor/-in und Mentee nötig?
  • Wann im Prozess bedarf es einer Unterstützung informeller Lernarrangements seitens pädagogischer Experten/-innen und wann ist dies ggf. sogar kontraproduktiv?
  • Wie kann die Kohärenz gewahrt werden zwischen den vielfältigen Instrumenten des Zertifikatsprogramms (Mentoring, Peer-Hospitation, Experten-Hospitation, Beratung durch pädagogische Experten, formelles Kursangebot, Lehrprojekt, Abschlussarbeit)?
  • Wie lassen sich Lehrauffassungen in allen Lerngelegenheiten angemessen adressieren?

Dies sind nun Aufgaben, die uns in den nächsten Monaten bis zum Start des neuen Zertifikatsprogramms intensiv beschäftigen werden. Wir danken hiermit nochmals ganz herzlich Angelika Thielsch für den sehr intensiven und gewinnbringenden Austausch zum Faculty Development und den auch persönlich sehr bereichernden Besuch an unserem Institut!

Akademische Personalentwicklung

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Am 12. Juni 2013 besuchte ich die Tagung des Stifterverbands zum Thema „Akademische Personalentwicklung“, die im Umweltforum in Berlin (n.b. ein sehr geschichtsträchtiger und anregender Tagungsort) stattfand. Zielpublikum waren Personalentwickler/-innen an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

Ausgangspunkt der Tagung war eine Studie des Stifterverbands und von HIS zur Personalentwicklung für den wissenschaftlichen Nachwuchs.

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Die Studie wurde von sowohl aus der Sichtweise der Anbieter von Personalentwicklung an Hochschulen als auch aus Sichtweise der Nutzer/-innen durch den wissenschaftlichen Nachwuchs vorgestellt. Dabei wurden immer wieder die Restriktionen der Personalentwicklung verdeutlicht, beispielsweise verhindern Hausberufungsverbote, Projektkarrieren (Karrieren auf Drittmittelstellen) wie auch die Tatsache, dass zwei Drittel der Promovierten die Wissenschaft verlässt, eine umfassende Personalentwicklung. Außerdem zeigt sich bei Wissenschaflern/-innen eine ambivalente Einstellung zum Geführt Werden (vgl. Pellert & Widmann, 2008). Weitere Informationen zu den Ergebnissen der Studie finden sich auf den Seiten des Stifterverbands (dort kann die Studie auch kostenlos als pdf heruntergeladen werden).

Mit dem Auftakt wurde der Startschuss für sechs Vorstellungen von guter Personalentwicklungspraxis an Hochschulen bzw. Forschungseinrichtungen gegeben. In kurzen Beiträgen stellten Vertreter/-innen verschiedener Einrichtungen ihre Initiativen/Projekte zu Coaching, Mitarbeitergesprächen und Laufbahnplanung, Mentoring, Personalauswahl, kollegialer Beratung und Führungskräfteentwicklung vor (weitere Informationen zu den einzelnen Themen finden sich hier). Die Themen wurden an sechs Thementischen vertieft, was sich als sehr dankbares Format erwies, da die einzelnen Teilnehmenden dadurch nach ihren Bedürfnissen einzelne Themen besuchen konnten. Ich habe mich insbesondere mit der kollegialen Beratung näher auseinandergesetzt.

Aus Sicht der Universität St. Gallen waren zwei Aspekte besonders bedeutsam:

  1. die Wichtigkeit einer zentralen Anlaufstelle für akademisches Personal (vom Doktorierenden bis zum/r Professor/in), die von vielen Vertretern auf der Tagung immer wieder hervorgehoben wurde.
  2. der Ansatzpunkt der Vernetzung, um insbesondere Zielgruppen zu erreichen, die nicht regelmäßig an Weiterbildungsangeboten teilnehmen. Über Vernetzungsangebote innerhalb der Disziplinen aber auch disziplinenübergreifend können Anlässe geschaffen werden, sich über für die Hochschule strategisch wichtige Themen auszutauschen.