Kategorie-Archiv: research

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Beitragsvorstellung: „Hochschulbezogene Lehr-/ Lernforschung als Basis für die Lehrprofessionalisierung“ (2015)

Mit diesem Beitrag möchte ich den o.a. Titel von Wolfgang Jütte, Markus Walber und Claudia Lobe aus dem Sammelband zur Pädagogischen Hochschulentwicklung (S. 83-99) vorstellen:

In ihrem Beitrag weisen die Autoren an einem konkreten Beispiel der Universität Bielefeld einen Zugang zum Feld der Hochschullehre aus, der es zum Ziel hat, der Komplexität des vielschichtigen Konstrukt „Hochschullehre“ gerecht zu werden. Die Komplexität ergibt sich aus der Berücksichtigung von Prozessfaktoren (Lernen als Indikator für die Wirksamkeit von Lehre) sowie Kontextfaktoren (organisationale und personale Bedingungen) und verlangt deshalb ein multiperspektivisches Forschungsdesign sowie multimethodische Analyseinstrumente.

In einer ersten theoretischen Auseinandersetzung werden vier Gegenstandsbereiche der Hochschulforschung präzisiert: Die Autoren konstatieren, dass die (1) Qualität des Lehrens und Lernens vor allem an einem normativen Verständnis „guter Lehre“ resp. von „gutem Lernen“ ausgerichtet ist und, dass das Verhältnis von (2) Lehren und Lernen nicht in einfachen Kausalzusammenhängen abgebildet werden kann. Außerdem gilt es zu berücksichtigen, dass Lehrende und Lernende auf (3) den organisationalen Kontext reagieren und Lehrende von diesem in ihrer (4) Professionalisierung abhängig sind. − Um den beschriebenen Zusammenhängen forschungstechnisch begegnen zu können, ist die Methodentriangulation sinnvoll. Diese kann zur Fokussierung von Schnittstellen in den Daten und ihrer Verzahnung dienen, und so ein Wechselspiel zwischen „empirischen Beobachtungen und (theoretischen) Erklärungen im Forschungsverlauf“ (S. 86) ermöglichen kann.

Als nächstes konkretisieren die Autoren ihre Vorstellungen zu einem multiperspektivischen und multimethodischen Forschungsdesign am Beispiel des Projekts „Fellowship für Innovationen in der Hochschullehre“: Die Vorarbeit dazu leisteten sie mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse der Projektanträge für Innovationsprojekte. Sie ist Grundlage für eine induktive Instrumentenentwicklung für die weiteren geplanten separaten Teilerhebungen zu folgenden drei Beobachtungsfokussen innovativer Lehre:

1)   Lehrende: Mit einer qualitativ inhaltsanalytischen Interviewstudie war das Ziel verbunden, „Einblicke in die Motivationen, Innovationsverständnisse und Handlungsprobleme bei der Realisierung innovativer Lehre sowie ihre organisationale Einbettung“ (S. 87/88) zu erhalten.

2)   Lernende: Die quantitative Befragung der Studierenden war mit dem Ziel verbunden, „Effekte innovativer Lehre auf das Lernen der Studierenden aufzuzeigen“ (S. 90).

3)   Vernetzung: Unter der Vorannahme, dass Innovationsprozesse als soziale Prozesse betrachtet werden, wurde eine soziale Netzwerkanalyse vorgenommen. Ihr Ziel war die Analyse der „Bedeutung der Netzwerkbildung mit gleichgesinnten Peers innerhalb und außerhalb des eigenen Hochschulkontextes“ (S. 88). Der Fokus lag dabei auf der „Kommunikation und Beziehungsstrukturen der Lehrenden in ihrer Funktion als Innovationspromotoren/-innen“ (S. 93).

Nach diesen separaten Erhebungen und Analysen nutzten die Autoren die Erkenntnisse i.S. einer Ergebnistriangulation dazu, „um Fragen an die jeweils andere Teilstudie zu formulieren und ihnen ggf. durch Sonderanalysen noch einmal gezielt nachzugehen“ (S. 95).

Im Anschluss an dieses konkrete Forschungsbeispiel weisen die Autoren auf die Relevanz einer möglichst evidenzbasierten Steuerung pädagogischer Praxis hin: Beobachtungen des professionellen Handelns und Erkenntnisse aus dem Feld sind gerade wegen ihrer situativen Merkmale fruchtbarer als normative pädagogische Zielvorstellungen.

Zum Schluss möchte ich noch eine kurze kritische Würdigung anfügen: Die Forderung nach einer Evidenzbasierung von Lehrprofessionalisierung leuchtet mir als wissenschaftliche Mitarbeiterin des CEDAR-Teams, aber auch als Lehrende an der Universität St.Gallen ein und entspricht meinem persönlichen Forschungsverständnis Meines Erachtens tangiert diese Auseinandersetzung vor allem die Diskussion eines Transferproblems von Forschung in die Praxis; besonders im Fall „Gestaltung innovativer Lehre“. Hierzu hätte ich eine genauere Darstellung des Forschungsprojekts als hilfreich empfunden, speziell eine explizitere Ausweisung des Innovationsbegriff: Welche Art von Innovationen wurden in den Projekten angesprochen und wer hat definiert, dass diese „innovativ“ sind (Stichwort: normative Setzung).

Weiterführend hätte mich als Leserin im Kontext der klaren Abschlussforderung noch eine kritische Würdigung des beispielhaften Innovationsprojekts interessiert: Mit welchen Herausforderungen bzw. Stolpersteinen muss man bei einem solchen Forschungsdesign und dieser Art der Erkenntnisgewinnung rechnen?

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Reframing your teaching with sustainability and real world challenges

A couple of weeks ago, I was invited to contribute to a workshop on “Reframing your teaching with sustainability and real world challenges” which was organized by Kai Niebert and Sara Petchey which took place at the University of Zurich. My part was on faculty’s motivation for teaching on sustainability. Based on a workshop that we had organized for the last Sustainable University Day , the goal of my session was to explore which motivators and barriers the workshop participants experience when introducing sustainable development into their curricula. The workshop started out with a personal reflection exercise on participants’ personal motivators. In the next step, the participants discussed in smaller groups how they can sustain their motivation and which barriers they might encounter on their journey. This part was based on the motivational systems theory (MST) by Ford (1992) who distinguishes between personal goals, personal agency beliefs and emotions.

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The participants discussed their own personal goals and (anticipated) emotions when teaching about sustainability. Regarding personal agency beliefs, we further distinguished between participants own capability beliefs (i.e. their perceived competence) and their context beliefs, i.e. their evaluation whether their environment supports the pursuing of their goals. The participants engaged actively into the discussion. Context beliefs were differentiated between support and barriers. The following picture provides a good summary.

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The results of the workshop will feed into a research paper on faculty motivation that Patrizia Kühner and I are currently preparing. If you’re interested in commenting on the draft version, please let us know in an e-mail. Further comments regarding the insights from the workshop are also welcome!

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On the assessment of attitudes towards studying – publication in Learning and Individual Differences

Recently, Tobias Jenert’s and my publication “On the assessment of attitudes towards studying —Development and validation of a questionnaire” was published with the journal Learning and Individual Differences.

In the article, we describe the systematic development of an instrument to capture students’ attitudes towards studying. The instrument is part of a comprehensive study that we also reported about in this blog, e.g. regarding students‘ transition into Higher Education.

Looking at the manifold studies regarding students’ development and performance in Higher Education, many of them focus on students’ individual development during their studies (e.g. studies on students’ motivation). Others (e.g. those concerning students’ approaches to learning) take into account how students perceive their learning environment. However, there are hardly any studies so far that address students’ attitudes towards the Higher Education Institution where they study. With our instrument, we aimed at capturing two attitude objects: 1.) the university (institution) and 2.) the learning process (activity). Taking into account the three-dimensional structure of attitudes, including an affective, a behavioral and a cognitive component, our instrument consists of 10 scales.

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Graphical abstract of the article

In order to evaluate the validity and reliability of the instrument, data was gathered at three different universities in Switzerland (820 students), Sweden (167) and Germany (133).Overall, the results show the internal consistency of the ASAtS. Its nomological validity is also supported by correlations with other constructs, such as intrinsic motivation and study performance. The ASAtS contributes to the theory on students learning by broadening the scope of research beyond learning in a narrow sense. From a practical point of view, it provides a tool for HE management to monitor students‘ perceptions of their HEI.

A German version of the questionnaire is also available. Furthermore, the questionnaire is currently translated into Portuguese. If you’re interested in using the instrument, please let us know. We’re happy to assist you in adapting the questionnaire to your context.

Courtesy of Learning and Individual Differences, the article is currently freely available for download here until December 24, 2016.