Kategorie-Archiv: Nachhaltige Entwicklung

Fraenzi

Volkswirtschaft: Integration von Nachhaltigkeit und Verantwortung an der Universität St.Gallen

Wenn wir keinen Planeten mehr haben, geht es der Wirtschaft nicht gut.“ (Al Gore)

Die Worte des ehemaligen Vizepräsidenten der USA und Friedensnobelpreisträgers 2007 widerspiegeln die soziale Verantwortung von Universitäten für Umweltpolitik und damit für die nachhaltige Existenz unseres Planeten. Genau deswegen wird an der Wirtschaftsuniversität in St. Gallen das Ziel verfolgt, das Konzept der „Nachhaltigkeit und Verantwortung“ ab Herbstsemester 2014 in das bestehende Curriculum des Bachelors BWL zu aufnehmen.
Patrizia Kühner hat bereits von der Überarbeitung der Veranstaltung „Marketing“ bei Prof. Dr. Torsten Tomczak berichtet. Im Rahmen meiner Bachelorarbeit übernehme ich die Integration in die Pflichtveranstaltungen Mikroökonomik II bei Prof. Dr. Stefan Bühler und in Makroökonomik II bei Prof. Dr. Winfried Königer.

Mittels Literaturrecherche (vorwiegend Artikel aus Journals für ‚economic education‘) sowie Interviews und Gesprächen mit den verantwortlichen Professoren/-innen, Übungsleitern/-innen und betroffenen Studierenden, aber auch mit einer Dozierenden aus Australien habe ich die bisherigen Vorlesungen redigiert und sowohl inhaltliche als auch methodische Ideen gesammelt. Letztere können beispielsweise Case Studies, Diskussionen oder Classroom Games darstellen. Diese allgemeinen Vorschläge werden dann – je nach Auswahl – in Kooperation mit den Verantwortlichen der Veranstaltungen konkret ausgearbeitet.

Das Team des SD-Programms hat das Ziel, die Studierenden zum kritischen und engagierten Denken anzuregen, anstatt zu moralisieren. Darum wird – besonders auch im volkswirtschaftlichen Teil – ein verstärkter Fokus auf die didaktische Dimension gelegt: Durch die Förderung von kritischem Denken, interdisziplinärem Problemlösen und individueller Verantwortlichkeit, soll das (inhaltliche) Konzept der „Verantwortung und Nachhaltigkeit“ auch tatsächlich nachhaltig in Lehren und Lernen implementiert werden. Zum einen wird dadurch eine Übersättigung der Thematik Nachhaltigkeit vermieden. Desweiteren ist eine hinterfragende und vernetzte Denkweise effektiver und beständiger als bloss auswendig gelernte, inhaltliche Aspekte. Und zuletzt können dadurch und in Kombination mit Wissen und Informationen fundiert (neue) Meinungen gebildet und Einstellungen schliesslich geändert werden.

Obwohl man mit dieser Neuerung nicht überall offene Türen einrennt, bin ich – wie Günter Paal – der Meinung, dass „Nachhaltigkeit eine elegante, vielleicht sogar die einzige Methode ist, zu gewährleisten, dass die Menschheit im Spiel bleibt“ und die Universität St. Gallen somit mit diesem Projekt soziale Verantwortung übernimmt und die Gesellschaft stärkt, sodass es unserem Planeten noch lange gut geht.

Gerne berichte ich zu einem späteren Zeitpunkt über detaillierte Vorschläge und Resultate der Integration von Nachhaltigkeit und Verantwortung in die volkswirtschaftlichen Fächer Mikroökonomik II und Makroökonomik II.

 

 

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Rückblick Sustainable University Day 2014

Am 28.03.14 haben wir als Projektteam am Sustainable University Day teilgenommen. Der erste seiner Art, der folgende Frage zum Thema gemacht hat: Wie kann nachhaltige Entwicklung in der Universität, insbesondere in Studiengängen verankert werden?

Etwa 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten der Einladung nach Bern. Den Auftakt gestalteten fünf Workshops. Unter anderem der von Stephen Sterling und Karl Herweg. Dieser lässt sich unmittelbar mit unserem Projekt an der HSG  verbinden und wird in einem separaten Beitrag von Franziska Burkart vorgestellt.

Den Workshop „How to develop curricula for sustainable development: the case of Business Schools“ gestalteten Taiga Brahm und ich.

Frau Prof. Katrin Muff, Dean der Business  School Lausanne (BSL), eröffnete als Expertin den Workshop. Sie berichtete darüber, wie es gelungen ist, ein Curriculum für Sustainable Development an der BSL zu entwickeln. Eindrücklich war, dass jeder Kurs zu mindestens 10% Inhalte aus den Bereichen Verantwortung und Nachhaltigkeit enthalten muss. Zielführend bei der Implementierung war neben einem zukunftsgerichteten Mission Statement die Prozessgestaltung selbst: Ausgewählte und systematisch zusammengesetzte Teams entwickelten Umsetzungsmöglichkeiten. So konnten überzeugende Best-Practice-Beispiele generiert werden, die mit Hilfe von Peer-Reviews Eingang in den Umsetzungsprozess fanden.

Als vorteilhaft für die Umsetzung beschrieb Frau Muff unter anderem die Rahmenbedingung, dass es sich bei der BSL um eine kleine Hochschule mit vielen Beteiligten aus der betrieblichen Praxis handle, die um die praktische Relevanz von Nachhaltigkeit und Verantwortung wissen. Ausserdem sei das Selbstverständnis der Hochschule als ein Ort, an dem zukunftsrelevante Aspekte diskutiert und bearbeitet werden sollen, relevant für eine erfolgreiche Umsetzung. Eine vergleichbare Zielformulierung hat die HSG vorgenommen. Deshalb schlägt Frau Muff vor, diese noch stärker zu thematisieren, um Lehrende für das Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung zu gewinnen.

Die Teilnehmenden an der anschliessenden Diskussion zum aktuellen Stand unseren Projekts waren sehr vielfältig: Studierende und Professoren, wie auch Programmverantwortliche von universitären und außeruniversitären Einrichtungen beteiligten sich sehr rege an der Erörterung folgender Fragen:

  • Welche Kompetenzen benötigen wir für Sustainable Development? Inwieweit gibt es hierbei Unterschiede zwischen den Disziplinen? ‒ Erörterte Aspekte waren u.a. fächerübergreifende Kompetenzen, wie systemisches Denken sowie Werthaltungen und -diskussionen.
  • Welche Methoden setzen wir bereits ein, um die Studierenden anzuregen, über nachhaltige Entwicklung vertieft nachzudenken? Welche Rahmenbedingungen sind hierfür notwendig? ‒ Erörterte  Aspekte waren: Veranstaltungsformen, Lehrkompetenzen, Disziplinverständnis und Curriculumsgestaltung, um Themen interdisziplinär von Studierenden bearbeiten zu lassen.

Aus dem Nachmittagsprogramm möchte ich an dieser Stelle das Input-Referat von Herrn Prof. Stephen Sterling  hervorheben. An der Universität Plymouth setzt er sich für eine umfassende Verankerung des SD-Gedankens gemäss dem „4C-Model“ ein, das Franziska Burkart in ihrem Beitrag erläutert. Besondere und zweifache Herausforderung sieht er darin, dass die Einführung und Umsetzung des Sustainable-Developments-Gedankens ein strukturelles und organisationales Lernen bei allen Beteiligten der Hochschule fordert. Das Referat verdeutlichte gut, wie ein Projekt, wie das unsere, einen Beitrag zu einem wesentlich umfassenderen „institutional change process“ einer Hochschule darstellt, der alle universitären  Bereiche tangiert.

Ausblick möchte ich abschliessend auf den folgenden Sustainable University Day geben. Dieser wird im März 2015 an der Universität St. Gallen stattfinden. ‒ Wir freuen uns jetzt schon auf diesen Tag, der Forschenden, Interessierten und Betroffenen von Bildung für nachhaltige Entwicklung an der Hochschule eine vielfältige Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch und für Diskussionen gibt.

Fraenzi

Sustainable University Day – Workshop: “Integrating sustainable development into your academic curriculum: ready to share your experience?“

Im Rahmen des „Sustainable University Day“ (Beitrag von Patrizia Kühner) in Bern hat Stephen Sterling (Head of Education for Sustainable Development an der Plymouth University) im Workshop “Integrating sustainable development into your academic curriculum: ready to share your experience?” über seine gemachten Erfahrungen im zehnjährigen Projekt zur Integration von nachhaltiger Entwicklung im Universitätsbereich berichtet. Dabei hat er folgende Schwerpunkte behandelt:

  • Die Nachhaltigkeit soll nach dem „Four C model“ (Campus, Curriculum, Culture und Community) umgesetzt werden. Dies kann auf den drei Ebenen Mikro (Individuen, Veranstaltungen), Meso (Curriculum, Programm) und Makro (Strategie der Universität) geschehen.
  • Das pragmatische (aber zeitaufwändige) Vorgehen zur Einführung von Nachhaltigkeit beinhaltet als ersten Schritt das Erzeugen eines Auftrags und zwar in einem  relevanten und angemessenen Umfang. Als zweiter Schritt gilt es, Beispiele erfolgreicher Umsetzungen aufzuzeigen. In einem dritten Schritt soll die Unterstützung hauptsächlich auf bereits motivierte oder zumindest offene und interessierte Akteure abzielen („invitational approach“). Dabei soll auf bereits existierendes Vertrauen und (versteckte) Initiativen aufgebaut werden. Ebenfalls wichtig ist die Allianz zwischen diversen Mitwirkenden (und deren Erfahrungen),  mit welchen ein Netzwerk über Disziplinen hinweg geschafft wird. In einem vierten und letzten Schritt sollen gemachte Erfolge beibehalten und vor allem auch geteilt werden.
  • Die Integration ins gesamte Curriculum soll gegenüber der Spezialisierung mittels einzelner Veranstaltungen aufgrund der breiten und interdisziplinären Abstützung bevorzugt werden. Zudem werden bei spezifischen Kursen meist nur bereits interessierte Studenten angesprochen.

Anschliessend hat Karl Herweg (Head of Education Cluster an der Universität Bern) mittels Frageblatt konkrete Umsetzungsversuche erfasst und jeweilige Erfolgsfaktoren und Hemmnissen zusammengetragen. Mehrmals aufkommende oder besonders interessante Themen wurden danach im Plenum (infolge Zeitknappheit nur kurz an-) diskutiert:

  • Gibt es mehr als eine „nachhaltige Entwicklung“?
  • Was ist Reihenfolge zur Einstellungsänderung? Zuhören, kritisch darüber nachdenken, Verhalten ändern
  • Wie können Kollegen motiviert und unterstützt werden?
  • Soll die Integration „bottum-up“ oder „top-down“ verlaufen?

Es war faszinierend, wie die Situation genutzt wurde, um das Netzwerk zwischen den VertreterInnen verschiedenster Universitäten zu stärken. So können zukünftig Synergien genutzt und Erfahrungen geteilt werden und folglich die Universitäten voneinander profitieren.

Fraenzi

oikos & Pizza – Energie-Agentur der Wirtschaft

Im März 2014 besuchte ich „oikos & Pizza“, einen regelmässigen Anlass, um Studierende für Themen der Nachhaltigkeit zu sensibilisieren und innovative Lösungen zu gegenwärtigen sowie künftigen Herausforderungen zu diskutieren.

Einleitend erfolgte ein kurzer Input zu Un-Dress, einem Fashionevent über „Bewusst sein mit Stil“ Ende April: Dort soll gezeigt werden, dass „nachhaltig“ und „modisch“ – trotz Aufeinandertreffen von Konsum, Mode und Natur – durchaus zusammenpassen.

Auf „Energie-Effizienz: Hemmnisse, Instrumente und Ansatzpunkte in der Wirtschaft“ lag der Fokus des Abends. Herr Dr. Armin Eberle, Geschäftsführer der EnAW (Energie-Agentur der Wirtschaft), referierte kompetent zu diesem Thema: Effizienz ist die Lösung zur Senkung des Energieverbrauchs trotz Wachstum der Bevölkerung bzw. der wirtschaftlichen Tätigkeit. Dadurch kann die Nachhaltigkeit über drei Facetten erreicht werden:
a) ökologisch, z.B. indem der CO2-Ausstoss vergingert oder Energie gespart wird.
b) ökonomisch, also mittels wirtschaftlichen Massnahmen.
c) sozial, bspw. durch Förderung von Cleantech, Arbeitsplätzen und Investitionen in die Schweiz.
Wichtig für die Sensibilisierung sowie die Um- und Durchsetzung ist nicht primär der Inhalt, sondern die Art und Weise der Kommunikation. Bedeutsame Treiber sind diesbezüglich Erfahrungsberichte anderer, Regulation seitens des Gesetzgebers, Wirtschaftlichkeit und Klimawandel.

Besonders beeindruckt (und überrascht) hat mich dabei, dass bis zu 40% des Energieverbrauchs eingespart werden können: Hauptsparpotenziale sind grundsätzlich der IT-Bereich, Gebäudegegebenheiten und der Geschäftsverkehr. Bei der Raiffeisen Bank betrugen die Einsparungen ohne jegliche physische Investitionen bereits 12%. Bewusstmachung und konkrete Hinweise zur Behebung von Ineffizienzen waren dabei ausschlaggebend.

Ebenso wurde das Energie-Management-Modell der EnAW vorgestellt:

Energie Modell EnAW

Sehr spannend waren die Erläuterungen dazu: Gemäss des Referenten ist nicht nur das Controlling, sondern allen voran die konkrete Zielvereinbarung von grosser Bedeutung. Nur so kann zu Massnahmen motiviert – respektive können diese durchgesetzt und gerechtfertigt – werden.

„oikos & Pizza“ regt zur Reflexion an und fördert den Kontakt bzw. Austausch mit Fachpersonen, ebenso aber auch zwischen den Studierenden. Meiner Meinung nach ist diese Veranstaltung von oikos ein Weg mit viel Potenzial zur Stärkung des Bewusstseins in der Thematik Nachhaltigkeit – also definitiv mehr als nur Pizza!

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Zwei Projekte – eine Herausforderung: Education for sustainable development an der Universität St.Gallen

 SD WordCloud

Die abgebildete Word-Cloud wird in diesem Beitrag dazu genutzt werden, zwei Projekte der Hochschulentwicklung vorzustellen, die die Zieldimension „Education for sustainable development“ teilen, die als aktuelle gesellschaftliche Leitidee in allen Bildungsbereichen diskutiert wird. In der Word-Cloud selbst ist die Begriffshäufigkeit der beiden Projektanträge visualisiert.

Die Lehre an einer Wirtschafts-Hochschule, in der diese beiden Projekte realisiert werden, erhält besondere Aufmerksamkeit, da die Anforderungen der wirtschaftlichen Praxis im Interesse einer globalisierten Gesellschaft verantwortungsvolle Führungskräfte verlangt.

In ihren Leitsätzen zur Verantwortung und Nachhaltigkeit bekennt sich die Universität St. Gallen zu der „Aufgabe, zur Bewältigung der Herausforderungen von Verantwortung & Nachhaltigkeit in Wirtschaft und Gesellschaft beizutragen und deren Anforderung in alle unsere Aktivitäten zu integrieren“ und sind so unmittelbarer institutioneller Bezugspunkt für die vorgestellten Projekte.

1.)  Worin besteht die „Entwicklung“?

In beiden Projekten wird jeweils ein geeigneter Rahmen entwickelt, innerhalb dessen Kompetenzerwerb hinsichtlich nachhaltiger Entwicklung ermöglicht wird.

Im ersten Projekt, geleitet von Frau Prof. Dr. Taiga Brahm, wird das bestehende BWL-Curriculum des Bachelors BWL der Universität St. Gallen dahingehend weiterentwickelt, dass Studierende eine Kompetenz hinsichtlich nachhaltiger Entwicklung erwerben können. Im Gegensatz zu vielen existierenden Bildungsangeboten, die eine komplette Lehrveranstaltung dem Thema „Sustainable Development“ widmen, ist das Ziel dieses Projekts, Kompetenzerwerb hinsichtlich nachhaltiger Entwicklung durch das gesamte Curriculm hinweg zu stärken. („Development of a Curriculum Integrating Sustainable Development in Management Education“) 

Im zweiten Projekt, geleitet von Frau Prof. Dr. Sabine Seufert, wird ein Toolkit entwickelt, das Lehrenden einen systematisierten Zugang zu Unterrichtsressourcen bietet. Mit diesen können sie in ihren Lehrveranstaltungen Kompetenzen hinsichtlich nachhaltiger Entwicklung ihrer Studierenden entwickeln. Überdies wird es dieses Toolkit im Rahmen des Faculty Developments Lehrenden ermöglichen, sich über die Ressourcen auszutauschen und diese zu ergänzen. So wird ebenfalls die Entwicklung von Expertise über das Lehren von nachhaltiger Entwicklung ermöglicht. („Educational Sustainability Toolkit for Faculty“)

2.)  Was bedeutet „nachhaltig“?

Zur inhaltlichen Dimension ist der gemeinsame Ausgangspunkt in der Literatur meist das Drei-Säulen-Modell der nachhaltigen Entwicklung. Dieses sieht für alle Disziplinen eine möglichst gleichberechtigte und gleichzeitige Berücksichtigung von wirtschaftlichen, sozialen sowie ökologischen Zielen vor. Mit Blick auf die englischen Begrifflichkeiten kann man von den neuen „3Ps“ sprechen.Unbenannt2

Die beiden vorgestellten Projekte fokussieren darüber hinaus insbesondere Nachhaltigkeit in ihrer didaktischen Dimension. Durch die Förderung von kritischem Denken, interdisziplinärem Problemlösen und individueller Verantwortlichkeit, soll das inhaltliche Thema „Nachhaltigkeit“ auch tatsächlich nachhaltig in Lehren und Lernen implementiert werden.

3.)  Was soll bei der Gestaltung von Bildung hinsichtlich nachhaltiger Entwicklung Berücksichtigung finden?

Gemeinsamer Ausgangspunkt beider Projekt ist die Entwicklung eines Verständnis über die ‒ nennen wir sie an dieser Stelle ‒ „Nachhaltigkeits-Kompetenz“ der Studierenden. Zu dieser gehört neben dem Wissen über Nachhaltigkeit auch, dass Studierende in der Zukunft ebenso nachhaltig handeln und schlussendlich eine entsprechende Einstellung entwickeln.

Prägend für beide Projekte ist die unmittelbare Entwicklung der Konzepte für bestehende und geplante Lehrveranstaltungen in Zusammenarbeit mit den Lehrenden. Diskussionswürdige Aspekte zum Verständnis und dessen inhaltlicher und didaktischer Umsetzung können so im Gestaltungsprozess Berücksichtigung finden und weiter präzisiert werden.

Eine zusätzliche wichtige Austauschplattform im Gestaltungsprozess wird der Sustainable University Day sein. Alle Projekte, die im Rahmen des „Sustainable Development at Universities Programme“ der Schweizer Universitätskonferenz gefördert werden, wie auch die beiden vorgestellten, sind eingeladen, sich über ihre Vorhaben zur „Education for sustainable development“ auszutauschen. Sicherlich werden wir an dieser Stelle wieder berichten.

 

 

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Rückblick auf das Strategie-Meeting bei oikos international

Vor ein paar Tagen war ich bei einem Strategiemeeting von oikos international zu Gast. oikos international ist eine Organisation von Studierenden, die im Jahr 1987 in St. Gallen gegründet wurde. Inzwischen umfasst oikos international 40 so genannte „Chapter“, die in Europa, Asien, Nord-Amerika und neuerdings auch in Afrika agieren. Oikos international beschreibt seine Vision auf der Website wie folgt:

„we today empower future leaders to drive change towards sustainability worldwide”

Gerne möchte ich den Ablauf des Treffens als Reflexionsanlass für diesen Blog-Beitrag nutzen. Dabei ist es mir natürlich ein Anliegen, keine Details über den Strategieprozess zu verbreiten. Ziel ist dagegen, über den Prozess der Strategieentwicklung zu reflektieren und daraus Erkenntnisse mit Relevanz für die Hochschulentwicklung zu transferieren. Dabei steht also die Methodik des Strategietreffens im Vordergrund.

Das Treffen hatte zum Ziel, Experten/-innen mit einer Affinität zum Thema „nachhaltige Entwicklung“ zum momentanen Stand des Strategieprozesses von oikos international zu Wort kommen zu lassen. In Vorbereitung auf das Treffen wurden Unterlagen zu oikos und zu den momentanen strategischen Überlegungen verschickt. Die Unterlagen wurden von den Verantwortlichen dann im Rahmen des Treffens nochmals rekapituliert. Interessant wurde das Format dann am Ende des Vormittags: Die Experten/-innen nahmen in einem Fishbowl-Setting Stellung zum aktuellen Stand der Strategieentwicklung zu beziehen.

Bildquelle: Fishbowl-Setting mit Experten/-innen innen (bunte Kreise) und Vertreter/-innen von oikos international aussen (grüne Kreise).

Ziel war es in einer ersten Runde, die Eindrücke offen zu reflektieren, um möglich „blinde Flecken“ in der Strategiearbeit zu identifizieren. Über die Diskussion der Experten/-innen stellten sich verschiedene Unklarheiten heraus, die in einem kurzen Intermezzo von den Vertretern/-innen von oikos international kommentiert wurden. In der zweiten Fishbowl-Runde wurden dann bereits Ideen gesammelt, wie den blinden Flecken begegnet werden könnte. Am Nachmittag wurden die Experten/-innen getrennt, um zwei spezifische Fragestellungen zu diskutieren. Als Abschluss konnten dann alle Beteiligten nochmals Fragestellungen im Sinne einer Open Space-Diskussion einbringen.

Die Fishbowl-Methode erscheint mir – auch im Nachgang – sehr geeignet, um eine Diskussion von mehreren Experten/-innen anzuregen. Wesentlich ist, dass vorher ein gemeinsames Verständnis des genauen Ziels der Fishbowl entwickelt wird, z. B. über Verständnisfragen vorab oder kürzere Kleingruppendiskussionen im Vorfeld zur Fishbowl. Denkbar wäre auch gewesen, dem Open Space zum Abschluss des Strategie-Tages einen grösseren Raum einzuräumen, um den verschiedenen in der Fishbowl aufgekommenen Aspekten besser nachgehen zu können.

Aus inhaltlicher Sicht war es ebenfalls spannend, die Parallelen in den Überlegungen von oikos international und unserem Projekt zur Förderung Einführung von „Nachhaltiger Entwicklung“ als Kernthema im Bachelor BWL zu beobachten. Oikos international hat ebenfalls zum Ziel, die Curricula an Business Schools so zu verändern, dass Nachhaltigkeit eine grössere Rolle spielt. Dabei sind für oikos die Studierenden die wichtigste Akteursgruppe, während in unserem Projekt die Dozierenden der Pflichtveranstaltungen im Bachelor BWL im Moment noch unsere wichtigsten Ansprechpartner/-innen sind. Zukünftig ist es sicher wesentlich, mit den Studierenden noch stärker ins Gespräch zu kommen. Hier sind oikos international und insbesondere auch das Chapter in St. Gallen wichtige Impulsgeber für unseren Prozess zur  an der HSG. Nicht nur aus diesem Grund war das Zusammentreffen mit den Kollegen/-innen von oikos und anderen Experten/-innen im Feld sehr wertvoll.

 

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DGfE Nachwuchstagung Bildung für nachhaltige Entwicklung

Rückblick auf die Nachwuchstagung des BNE Netzwerktreffens am 08./09.11. 2013 an der Uni Bern

Bei dem zweitägigen Treffen, bei dem ich am Samstag teilnehmen konnte, tauschten sich um die 30 Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus, die sowohl theoretisch-konzeptionell als auch empirisch zu dem (weitum)spannenden Themenbereich „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, kurz „BNE“ forschen, welcher sich aus der gleichnamigen Weltdekade der Vereinten Nationen (2005-2014) ergibt.

Diskutiert wurde auf Grundlage von zwei Impulsreferaten über die Auffassungen (Dr. Di Giulio, Universität Bern) und evolutionstheoretischen Grenzen (Dr. Christine Schmidt, Universität Erlangen-Nürnberg) von „BNE“ sowie den Arbeiten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Letztere waren am zweiten Tag dem Aspekt des Kompetenzerwerbs gewidmet und zeigten zum einen auf, wo Prinzipien der Nachhaltigkeit verankert werden können (u.a. Lehrerbildung, Hochschullehre) und zum anderen, welche Kompetenzen für nachhaltige Entwicklung als notwendig erachtet werden. Am Ende des Tages stand aber weniger die Konstitution einer einheitlichen Begrifflichkeit im Fokus als die Diskussion der verschiedenen Auffassungen. Gemeinsam war ihnen, dass sie meist – gemäss der Ursprünge der Diskussion – bei der Umweltbildung ansetzten und ihre Realisation mehrheitlich in Bildungskontexten zu naturwissenschaftlichen Disziplinen fanden (z.B. Biologie, Geografie).

Anknüpfungspunkt zu den Arbeiten der Hochschulentwicklung an der HSG kann der Transfer von erörterten Ideen und Fragestellungen in die Gestaltung ökonomischer Bildung sein. Hervorzuheben sind dabei die Projekte der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg zur Förderung des systemischen Denkens als Voraussetzung dafür, Fragen nachhaltiger Entwicklung überhaupt erörtern zu können. (Unter anderem wurde ein Messinstrument entwickelt, das systemisches Denken erfassen kann.) Die von Anna Sundermann vorgestellte Längsschnittstudie im Bachelor der Leuphana-Universität Lüneburg hat eine konkrete Anbindung zu unserer Arbeit an der HSG. In dieser wird die Wirkung der umfassenden Integration von Nachhaltigkeit in einem ersten gemeinsamen fächerübergreifenden Semester auf Einstellungen, Werte und Interesse der Studierenden untersucht. Sowohl Inhalte des sog. „Leuphana“-Bachelors als auch Ergebnisse über die Wirksamkeit könnten interessante Reflexionsfolien für unser  Veränderungsprojekt zur Integration von Sustainable Development im Bachelor BWL darstellen.

In diesem Zusammenhang beschäftigt uns weiter auch eine zentrale Fragestellung der Tagung, nämlich die nach der Relevanz von Werten in der Diskussion um BNE. Im abschliessenden World-Café der Tagung herrschte zu dieser Einigkeit darüber, dass – ähnlich wie bei Menschenrechten – Bildung für nachhaltige Entwicklung nicht „wertfrei“ sein kann. – Für die Lehre stellt sich allgemein aber die grundsätzliche Frage, wie sie vor dem Ethos eines Indoktrinationsverbots (kein Aufzwingen von Meinungen durch Lehrende) mit diesem Sachverhalt umgehen kann, muss oder soll. – Sie wurde auch schon auf der Podiumsdiskussion zur Verantwortung und Nachhaltigkeit an der HSG im Oktober 2013 diskutiert und scheint eine Ursache für das oft „schwierige“ Image des Themas „Nachhaltigkeit“ zu sein, mit dem man bei Vorhaben zur konkreten Implementierung von BNE regelmässig konfrontiert ist.

Start der Innovation Cohort der Global Responsible Leadership Initiative (GRLI)

 

Vom 31.10.-02.11.2013 konnten Maria Tödtli und ich am ersten Termin der so genannten Innovation Cohort der Global Responsible Leadership Initiative (GRLI) teilnehmen. Bei der GRLI handelt es sich um eine weltweite Partnerschaft von Unternehmen und Business Schools mit dem Ziel, eine nächste Generation von verantwortungsvoll handelnden Führungskräften zu entwickeln. Inzwischen sind 54 Partner-Organisation Mitglied in der GRLI. Aus der GRLI ist bereits die 50+20 Agenda hervorgegangen, die eine Vision für die zukünftige Management Education beschreibt. Um die Vision mit Leben zu füllen, ist es wesentlich, sich über die globale Verantwortung von Führungskräften und über deren Ausbildung auszutauschen. An der Idee von Austausch und Engagement setzt die Innovation Cohort an, die von der GRLI ins Leben gerufen wurde.

 „A global peer-based laboratory of management educators, leadership developers and organizational leaders innovating and transforming their organizations and offerings around the key roles articulated in the 50+20 vision: educating globally responsible leaders; enabling business to become the best for the world; engaging with societal and economic transformation.”

Die Veranstaltung in St. Gallen ist das erste von vier Arbeitstreffen. Bei der Innovation Cohort steht die Arbeit an eigenen Veränderungsprojekten mit Hilfe innovativer Methoden im Vordergrund. Über einen Zeitraum von 9 Monaten treffen sich die Teilnehmenden aus ca. 15 Institutionen (davon eine aus den USA) an vier verschiedenen Orten. In der Zwischenzeit werden die festgelegten Ziele in virtueller Zusammenarbeit verfolgt.

Maria und ich haben uns einer Gruppe von Kollegen/-innen von der Wirtschaftsuniversität Wien, der Universität Oulu in Finnland, der Business School Lausanne sowie der Rhodes Business School in Südafrika angeschlossen und werden uns mit der Frage der Motivation von Lehrenden an Business School für die Themen „Sustainable Development“ und „Responsible Leadership“ beschäftigen. Das ist auch ein Thema, das uns im Veränderungsprojekt zur Integration von Sustainable Development im Bachelor BWL begleiten wird. Wir sind also gespannt, wie es mit der Innovation Cohort weitergeht…

Global Learning Value Rubric

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Die Inspiration zu diesem Blog-Beitrag stammt von “Tomorrow’s Next Professor“, einem für heutige Zeiten fast antiquiert anmutenden Newsletter. Ins Leben gerufen wurde Tomorrow’s Next Professor von Rick Reis, einem „part time consulting professor“ an der Standford University.

In einem der letzten Newsletter standen „the challenges related to defining, mapping, implementing, and assessing global learning outcomes“ im Zentrum. Basis dafür war ein Beitrag der Association of American Colleges and Universities (AAC&U) (2013) unter dem Titel „Developing a Global Learning Rubric: Strengthening Teaching and Improving Learning“ (Autoren: Chad Anderson and David Blair).

Die Global Learning Rubric kann als Ergebnis eines Prozesses bezeichnet werden, der sich insbesondere mit den folgenden Fragen beschäftigte:

  • What is global learning, and how can our institution build consensus around it?
  • What are the outcomes of global learning, and what knowledge, skills, and capacities are needed to ensure that students achieve those outcomes?
  • Is our institution effectively infusing global learning into the curriculum and cocurriculum?
  • Are our students successfully acquiring the aforementioned knowledge, skills, and capacities?

Als Ziel von “global learning” wird ausgewiesen, dass allgemeine Curricula mit den Erwartungen einhergehen sollten, sozial verantwortliche und global denkende Führungskräfte zu entwickeln. Da dieses Ziel in ähnlicher Ausprägung auch in der Vision der Universität St. Gallen verankert ist, scheint der Ansatzpunkt, dazu eine Rubric zu entwickeln, auch für unsere Arbeit spannend. Die Rubric soll dazu beitragen, dass der Austausch über global learning an den Universitäten verstärkt wird und dass letztlich sowohl Lehrenden als auch Administration das zugrundeliegende Ziel unterstützen.

Mit einem umfassenden Prozess im Rahmen des Projekts „Valid Assessment of Learning in Undergraduate Education (VALUE)“ (auch Morgaine, 2010) wurden 6 Dimensionen des globalen Lernens formuliert:

  1. Global Self-Awareness
  2. Perspective Taking
  3. Cultural Diversity
  4. Personal and Social Responsibility
  5. Understanding Global Systems
  6. Applying Knowledge to Contemporary Global Contexts

Für jede Dimensionen gibt es vier Operationalisierungen, wie die folgende Abbildung zeigt.

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Bildquelle: Anderson & Blair (2013)

Die Rubric wurde in einem umfassenden Prozess daraufhin getestet, ob sie sich auf studentische Arbeiten anwenden lässt. Nichtsdestotrotz sollte bei Anwendung in einem spezifischen Studienprogramm zunächst ein individueller Kalibrierungsprozess mit einer Vielzahl von Beteiligten eines Studienprogramms durchlaufen werden. Diese Diskussion kann dann auch die probeweise Bewertung von studentischen Arbeiten enthalten, um zu sehen, inwieweit die Rubric auf für das eigene Studienprogramm einsetzbar ist. Dabei liegt der Fokus klar auf Kursen mit dem Ziel des „global learning“.

Für unser Projekt zur Integration von Sustainable Development im Bachelor BWL kann die Rubric interessante Reflexionsimpulse bieten. Auch wenn in diesem Projekt gerade die Integration dieser Inhalte in bestehende Veranstaltungen im Vordergrund steht, ist nichtsdestotrotz darüber nachzudenken, inwieweit die Bewertungskriterien für die bestehenden Kurse erweitert werden müssen.

Quellen:

Anderson, C. & Blair, D. (2013). Developing a Global Learning Rubric: Strengthening Teaching and Improving Learning. Diversity & Democracy, 16(3), online available at http://www.aacu.org/diversitydemocracy/vol16no3/anderson_blair.cfm (2013-10-24).

Morgaine, W. (2010). Developing Rubrics: Lessons Learned. In Rhodes, T. L. (Hrsg.). „Assessing Outcomes and Improving Achievement: Tips and Tools for Using Rubrics„. Washington, DC: Association of American Colleges and Universities.

 

Verantwortliche Führungskräfte entwickeln – Methode des Collaboratory

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Im Journal for Management Development ist kürzlich ein Special Issue zur „2013 EFMD annual conference: promising directions in management education and new prospects” erschienen. In diesem hat Katrin Muff, Dean an der Business School Lausanne (BSL), einen Beitrag unter dem Titel „Developing globally responsible leaders in a business school“ veröffentlicht.

Der Beitrag ist nicht nur für die Hochschulentwicklung an einer Business School wie der Universität St. Gallen interessant, sondern durch die Einführung einer neuen Methode auch für andere Hochschulen und Disziplinen.

Den Ausgangspunkt des Artikels bilden die ökologischen Herausforderungen, die uns in der näheren Zukunft erwarten und die daraus abgeleitete Konsequenz, dass sich die Wirtschaft an langfristigeren Zielen und neuen Regeln ausrichten muss. Die Autorin stellt die berechtigte Frage:

„What does this mean for business schools and management education at large?“ (S. 488)

Als Zielhorizont weist sie die 50+20-Agenda aus, die eine Vision für die zukünftige Gestaltung der Management Education beschreibt. „The 50+20 Vision can be interpreted as a critique of the existing system of business education“ (S. 489). Hinsichtlich der Management Education postuliert die Vision das Ziel, dass Studierende zu verantwortlichen Führungskräften ausgebildet werden. Dabei sehen sie die Herausforderung weniger darin, Wissen zu entwickeln, sondern komplexe transdisziplinäre Probleme zu lösen sowie mit anderen Personen zusammenzuarbeiten. Diese Problemanalyse schliesst ein, dass die bisherige Management-Ausbildung sich von ihrem Fokus auf das Fachwissen abkehren muss. Die Autorin sieht dafür drei mögliche Wege:

  • transformatives Lernen mit dem Fokus auf die Persönlichkeitsentwicklung und dem Ziel der persönlichen Verantwortlichkeit jedes einzelnen
  • ,issue-oriented learning‘, d.h. die Bearbeitung zukünftiger Herausforderungen verlangt eine transdisziplinäre, systemische Herangehensweise. Diese kann am besten erreicht werden, indem das Lernen nicht um Fächer oder Disziplinen, sondern mit Bezug zu bestimmten Gegenstände organisiert wird
  • reflektierte Praxis: Praxiserfahrung soll durch Reflexion flankiert werden, um die Praxiserfahrung hinsichtlich der Entwicklung zu verantwortlichen Führungspersonen auszuwerten und um die Fähigkeit zur Selbst-Reflexion auszubilden.

Als mögliche Methode zur Umsetzung dieser drei Wege stellt Katrin Muff die Methode des Collaboratory vor, das sich historisch von den technologiebasierten Forschungs-Collaboratories ausgehend entwickelte. Ziel ist, einen Raum für die Lernenden zu schaffen, in dem sie sich auf sicherem Terrain austauschen können. Im Collaboratory werden partizipative Lernmethoden, ,appreciative inquiry‘, ganzheitliches Lernen, bewusstseinsbildende Methoden und selbstgesteuertes Lernen angewendet. Damit geht der Ansatz über das häufig in der Management-Ausbildung verwendete Fallstudien- oder erfahrungsbasierte Lernen hinaus.

„The collaboratory is a place where people can think, work, learn together and invent their respective futures“ (S. 495).

An der Universität St. Gallen führte Katrin Muff zusammen mit Thomas Dyllick bereits ein Collaboratory im Rahmen eines Kurses durch. Die Auswertung dieser Erfahrungen verspricht spannend zu sein.