Archiv für den Monat: November 2015

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TAP – Teaching Analysis Poll – Pilot an der Universität St. Gallen

Auf Anregung des Teams für Lehren und Lernen der Universität Bielefeld pilotieren wir in diesem Semester die Teaching Analysis Poll (TAP). Bei dieser aus den USA kommenden Methode der formativen Evaluation wird das Ziel verfolgt, die Lehrenden bereits während des Semesters mit einer systematischen Rückmeldung zu unterstützen, ihre Lehrveranstaltung zu verbessern. TAP wird wie folgt durchgeführt (Quelle: u.a. Team Lehren und Lernen, Uni Bielefeld):

  • Anmeldung des Dozierenden für eine TAP im laufenden Semester
  • Zum vereinbarten Termin besuchen zwei Vertreter/-innen des Competence Centre for Educational Development and Research (CEDAR) die Veranstaltung (i.d.R. in der letzten halben Stunde).
  • Die Studierenden beantworten in Kleingruppen von maximal 5 Personen folgende drei Fragen:(1) Wodurch lernen Sie in dieser Veranstaltung am meisten? (2) Was erschwert Ihr Lernen? (3) Welche Verbesserungsvorschläge haben Sie für die hinderlichen Punkte?
  • Die Studierenden notieren ihre Vorschläge auf vorbereitete Arbeitsblätter, welche nach der Arbeitsphase eingesammelt werden.
  • Die Moderatoren/-innen des CEDAR gehen dann die Punkte mit den Studierenden durch und notieren sich, welche mehrheitsfähig sind.
  • Innerhalb einer Woche nach der Durchführung findet ein Feedbackgespräch zwischen dem/der Dozierenden und den CEDAR-Vertretern/-innen statt, indem vereinbart wird, welche der angesprochenen Punkte umgesetzt werden können. Die Lehrperson gibt ihren Studierenden in der folgenden Sitzung eine Rückmeldung zu den Punkten, die sie umsetzen möchte.

An der Unversität St. Gallen wird TAP in diesem Semester mit vier Lehrveranstaltungen sowohl auf der Bachelor- als auch auf der Masterstufe pilotiert. Erste Erfahrungen zeigen, dass die Studierenden – trotz anfänglicher Skepsish – die drei gestellten Fragen sehr intensiv diskutieren und konstruktive Verbesserungsvorschläge unterbreiten. Die folgende Abstimmung unterstützt die Moderatoren/-innen herauszuarbeiten, welche der Punkte von einer Vielzahl der Studierenden vertreten wird. Auf diese Weise wird vermieden, dass die Veranstaltung aufgrund von Einzelmeinungen umgestellt wird. Dabei kann auch festgestellt werden, dass sich durchaus kontroverse Diskussionen unter den Studierenden darüber entfachen, wie ‚gute Lehre‘ denn nun aussehen soll. Die Dozierenden erhalten im Feedbackgespräch wertvolle Hinweise, wie sie ihre Lehre noch im laufenden Semester verbessern können. Auf diese Weise erfahren die teilnehmenden Studierenden direkt, welche Veränderungen die Lehrperson umsetzt.

Wir sind gespannt auf die weiteren Erfahrungen in der Pilotphase und hoffen, dass wir das Konzept dann ab dem Frühjahrssemester in St. Gallen in die Breite bringen können.

Ein herzliches Dankeschön gilt den Kollegen/-innen der Universität Bielefeld, die ihre Erfahrungen mit TAP mit uns teilten!

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On the assessment of attitudes towards studying – publication in Learning and Individual Differences

Recently, Tobias Jenert’s and my publication “On the assessment of attitudes towards studying —Development and validation of a questionnaire” was published with the journal Learning and Individual Differences.

In the article, we describe the systematic development of an instrument to capture students’ attitudes towards studying. The instrument is part of a comprehensive study that we also reported about in this blog, e.g. regarding students‘ transition into Higher Education.

Looking at the manifold studies regarding students’ development and performance in Higher Education, many of them focus on students’ individual development during their studies (e.g. studies on students’ motivation). Others (e.g. those concerning students’ approaches to learning) take into account how students perceive their learning environment. However, there are hardly any studies so far that address students’ attitudes towards the Higher Education Institution where they study. With our instrument, we aimed at capturing two attitude objects: 1.) the university (institution) and 2.) the learning process (activity). Taking into account the three-dimensional structure of attitudes, including an affective, a behavioral and a cognitive component, our instrument consists of 10 scales.

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Graphical abstract of the article

In order to evaluate the validity and reliability of the instrument, data was gathered at three different universities in Switzerland (820 students), Sweden (167) and Germany (133).Overall, the results show the internal consistency of the ASAtS. Its nomological validity is also supported by correlations with other constructs, such as intrinsic motivation and study performance. The ASAtS contributes to the theory on students learning by broadening the scope of research beyond learning in a narrow sense. From a practical point of view, it provides a tool for HE management to monitor students‘ perceptions of their HEI.

A German version of the questionnaire is also available. Furthermore, the questionnaire is currently translated into Portuguese. If you’re interested in using the instrument, please let us know. We’re happy to assist you in adapting the questionnaire to your context.

Courtesy of Learning and Individual Differences, the article is currently freely available for download here until December 24, 2016.