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Pattern & Portale – Was motiviert zu innovativer Lehre? – Ein Workshop von und mit Frau Dr. Anne Thillosen (IWM)

Am vergangenen Mittwoch war Frau Dr. Thillossen  zu Gast am IWP. Im Rahmen des SUC-Toolkit-Projekts hat sie für uns und weitere Gäste aus Bern vom Centre for Development and Environment (CDE) sowie vom Network for Transdisciplinary Research, wie von Frau Prof. Seufert angekündigt, einen Workshop gestaltet.

Der erste Teil des Workshops beschäftigte sich mit Erfahrungen zur Gestaltung von Plattformen, der zweite Teil um didaktische Entwurfsmuster (sog. „design pattern“) für die Lehre; jeweils am Beispiel der Plattform e-teaching.org. ‒ Beide Teile sind für unser Toolkit-Projekt relevant: Ziel ist es, wie bereits beschrieben, eine internetbasierte Plattform zu entwickeln, auf der Dozierende für den Bereich Wirtschafts- und Rechtswissenschaften Ideen und konkrete Materialien zur Umsetzung von Aspekten von „Verantwortung“ und „Nachhaltigkeit“ in ihrer Lehre erhalten und sich darüber austauschen können. Hierfür braucht es eine motivierende, ansprechende und einheitlich aufbereitete Darstellung der Inhalte. Das Beispiel e-teaching.org veranlasste uns zu einem regen Austausch über Umsetzungsmöglichkeiten in den Toolkit-Projekten der HSG und der Universität Bern. Aus den vielzählig diskutieren Aspekten möchte ich für beide Veranstaltungsteile je ein einen Aspekt vorstellen:

V&N P&P

#PORTALE Besonders bemerkenswert war für uns der „Personas-Ansatz“, der bei der Entwicklung einer Plattform angewendet wird: Es geht dabei darum, einen archetypische Nutzer für ein Online-Angebot mit Hilfe einer möglichst konkreter Personenbeschreibungen zu charakterisieren und somit das Angebot für verschiedene Zielgruppen aufzubereiten.

#PATTERN – Die Idee der Pattern ist es, nicht nur didaktische Methoden, Medien o.ä. zu beschreiben, sondern ihre konkrete Anwendung für spezifiziert Kontexte i.S. einer Externalisierung von Erfahrungen aufzubereiten. Dabei ist der Ausgangspunkt stets ein Problem, dem man mit einem didaktischen Entwurfsmuster begegnen kann. Die Idee der Entwurfsmuster für digitale Medien kann man auch auf den Kontext von Verantwortung und Nachhaltigkeit übertragen, worüber eine intensiver Austausch entstanden ist, wer solche Pattern schreibt und wie diese aussehen können. Idealerweise wird der Schreibprozess im Team angegangen, berichtete uns Frau Thillosen.

Mit Blick auf den Bereich Hochschuldidaktik war der Workshop auch interessant, um die Inhalte von e-teaching.org kennen zu lernen. Dort kann man „Informationen zur Gestaltung von Hochschulbildung mit digitalen Medien“ finden und sich an der Diskussion darüber beteiligen. ‒ Ein spannender Informationsbereich zu verschiedensten Veranstaltungsformaten für alle E-Learning-Interessierten im Hochschulbereich. Außerdem war es interessant vorgestellt zu bekommen, wie der Aufbau einer Plattform auch durch kontinuierliche didaktische Forschung begleitet werden kann.

5 Gedanken zu „Pattern & Portale – Was motiviert zu innovativer Lehre? – Ein Workshop von und mit Frau Dr. Anne Thillosen (IWM)

  1. Dietrich Wagner

    Liebe Patrizia

    Vielen Dank für deinen Beitrag. Die beiden Ideen, die du beschreibst, klingen sehr spannend!
    Nach meinen bisherigen Erfahrung und meinem eigenen Verhalten auf solchen Internetseiten stelle ich mir immer wieder dieselben zwei Fragen: Wie kann man es erstens schaffen potenzielle Nutzer auf solche Seiten zu bringen und zweites sie dort zu binden. Häufig wenn ich auf solchen Internetseiten bin, schaue ich mir den Inhalt sehr oberflächlich an und hab dann oft den Gedanken: „Wow, das ist ja ein super Angebot! Das muss ich mir merken und bei Bedarf drauf zurückgreifen.“ Das mache dann aber nie und so entfaltet der häufig wirklich gute Inhalt der Seite nicht die Wirkung, die er entfalten könnte. Habt ihr euch zu diesem Thema auch ausgetauscht?

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    1. tbrahm

      Liebe Patrizia,
      auch von mir danke für deinen Beitrag! Das scheint ein guter Workshop gewesen zu sein. e-teaching.org kenne ich schon langem und nutze es auch ab und an. Es ist tatsächlich so, wie Dietrich schon geschrieben hat, dass man diese Plattformen zum „first-point-of-contact“ machen muss, d.h. wann immer jemand etwas in diesem Bereich sucht, müsste er/sie entweder direkt darauf zugreifen oder über google oder alternative Suchmaschinen (was das Ganze noch schwieriger macht) so schnell darauf stossen, dass die Plattformen wirklich genutzt werden. Ich wäre interessiert zu hören, wie ihr das für euer SUK-Projekt angehen wollt…

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  2. Pingback: Design Patterns / didaktische Entwurfsmuster für Lehrende – ein erfolgversprechendes Innovationstool? |

  3. pkuehner Artikelautor

    Liebe Taiga, lieber Dietrich,
    danke für eure Antworten. E-Teaching.org existiert bereits 10 Jahre. Die Aktualität und dauernde Pflege des Portals ist sicher ein Erfolgskriterium. Es wird auch immer wieder aktiv eingeladen, sich zu relevanten Themen in der Hochschuldidaktik in Verbindung mit Medieneinsatz auszutauschen. So kann man dort an Vorlesungen von bekannten Referenten aus dem Feld teilnehmen und gleichzeitig mit anderen Zuhörern diskutieren, wie uns Frau Thillosen berichtet hat.
    Sie hat uns außerdem auch die finanzielle Förderung durch Forschungsprojekte über die Jahre aufgezeigt. – Das ist sicher ein wesentlicher Punkt für eine konstante Pflege.

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