Leaders Forum – Sustainability Conference Day 2

Tag 2 der Sustainability Conference stand unter dem Stern „Enabling Bottom-Up Change“. Das Audimax war zur frühen Stunde am Samstagmorgen bei weitem nicht gefüllt – nicht ganz unschuldig daran war höchstwahrscheinlich die vorabendliche Salsaparty, bei welcher ausgelassen gefeiert werden konnte. Nichtsdestotrotz belebte Artuno Condo, Rektor der INCAE Business School aus Costa Rica die Audienz mit seinen Erzählungen über das neu gestaltete MBA-Programm, bei dem Leadership for Sustainable Development im Mittelpunkt steht. Beispielsweise besuchen die Studierenden an der INCAE ein sogenanntes Survivor Module und absolvieren ein mehrwöchiges Field Work Training, bei denen sie mit den tatsächlichen lokalen Nachhaltigkeitsherausforderungen konfrontiert werden. Katrin Muff, Dean Business School Lausanne animierte das Publikum anschliessend zu Frühgymnastik im Audimax und gab eine Einführung über die 50+20 Initiative, welche sich die Verbesserung der Management Eduaction auf die Fahne geschrieben hat.

Später waren auch die Zuschauer gefragt, eine aktive Rolle zu übernehmen. An sieben verschiedenen Roundtables konnten sich die Teilnehmenden während zwei Stunden aktiv einbringen und mitdiskutieren. Gemeinsam mit rund zehn anderen Teilnehmenden habe ich den Roundtable „50+20 Management Education for the World“ unter der Leitung von Prof. Thomas Dyllick besucht. Die folgenden Fragen standen hierbei im Zentrum:

  • Where is the most urgent need for changes in management education?
  • What is our vision for management education in the future?
  • How do we move in that direction?
  • In which way can each one of us contribute?

Meiner Meinung nach äusserst spannende Fragen, für welche – wie Sie vielleicht erahnen können – nicht DIE Lösung gefunden werden konnte. Insbesondere waren sich die Teilnehmenden allerdings in den folgenden zwei Punkten einig: Die Zusammenarbeit und der Austausch innerhalb der Institute, aber auch zwischen Universitäten müssen sich drastisch intensivieren. Getreu dem Tagesmotto „Enabling Bottom-up Change“ müssen aber auch die Studierenden den Druck auf ihre Professoren weiter erhöhen, um eine zeitgemässe Managementausbildung erhalten zu können.

Nach einem ausgiebigen Mittagessen folgten weitere interessante Referate. Wussten Sie beispielsweise, dass mit dem heutigen Stand der Technologie einfach von zu Hause aus überprüft werden kann, wo auf der Welt ein Baum gefällt wird? Gemäss Manish Bapna, Vorsitzender des World Resource Institute kann mit Hilfe dieser Technik in Zukunft der weltweite Waldbestand vor illegaler Rodung beschützt werden.

Zum Abschluss der Nachhaltigkeitskonferenz wurde der Stephan Schmidheiny Innovation for Sustainability Award 2014 unter verdientem Applaus an vier herausragende Social Entrepreneurs aus Südamerika übergeben.

Alles in allem waren die zwei Tage enorm spannend und inspirierend. Die Pausen, Mittagessen und das organisierte Abendprogramm eigneten sich hervorragend, um Kontakte zu knüpfen und sich mit den neu gewonnen Freunden über das Erlebte zu unterhalten. Sehr positiv habe ich zudem empfunden, dass viele der hochkarätigen Gastreferenten während den vollen zwei Tagen anwesend blieben und man so die aussergewöhnliche Chance bekam, sich mit Ihnen bei einer Tasse Kaffee auszutauschen.

Den Nachhauseweg beging ich hingegen mit einem gemischten Bauchgefühl: Während den letzten zwei Tagen wurde einem schmerzlich vor Augen geführt, wie schwierig, ja beinahe unmöglich bezwingbar, die Herausforderung zu sein scheint. Neben diesem Gefühl der Ohnmacht machte sich aber auch ein Hauch Hoffnung breit, denn wie Yolanda Kakabadse so schön gesagt hatte: „Was uns alle in diesem Raum verbindet, ist der starke Glaube daran, dass wir etwas verändern können!“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*