Akademische Personalentwicklung

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Am 12. Juni 2013 besuchte ich die Tagung des Stifterverbands zum Thema „Akademische Personalentwicklung“, die im Umweltforum in Berlin (n.b. ein sehr geschichtsträchtiger und anregender Tagungsort) stattfand. Zielpublikum waren Personalentwickler/-innen an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

Ausgangspunkt der Tagung war eine Studie des Stifterverbands und von HIS zur Personalentwicklung für den wissenschaftlichen Nachwuchs.

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Die Studie wurde von sowohl aus der Sichtweise der Anbieter von Personalentwicklung an Hochschulen als auch aus Sichtweise der Nutzer/-innen durch den wissenschaftlichen Nachwuchs vorgestellt. Dabei wurden immer wieder die Restriktionen der Personalentwicklung verdeutlicht, beispielsweise verhindern Hausberufungsverbote, Projektkarrieren (Karrieren auf Drittmittelstellen) wie auch die Tatsache, dass zwei Drittel der Promovierten die Wissenschaft verlässt, eine umfassende Personalentwicklung. Außerdem zeigt sich bei Wissenschaflern/-innen eine ambivalente Einstellung zum Geführt Werden (vgl. Pellert & Widmann, 2008). Weitere Informationen zu den Ergebnissen der Studie finden sich auf den Seiten des Stifterverbands (dort kann die Studie auch kostenlos als pdf heruntergeladen werden).

Mit dem Auftakt wurde der Startschuss für sechs Vorstellungen von guter Personalentwicklungspraxis an Hochschulen bzw. Forschungseinrichtungen gegeben. In kurzen Beiträgen stellten Vertreter/-innen verschiedener Einrichtungen ihre Initiativen/Projekte zu Coaching, Mitarbeitergesprächen und Laufbahnplanung, Mentoring, Personalauswahl, kollegialer Beratung und Führungskräfteentwicklung vor (weitere Informationen zu den einzelnen Themen finden sich hier). Die Themen wurden an sechs Thementischen vertieft, was sich als sehr dankbares Format erwies, da die einzelnen Teilnehmenden dadurch nach ihren Bedürfnissen einzelne Themen besuchen konnten. Ich habe mich insbesondere mit der kollegialen Beratung näher auseinandergesetzt.

Aus Sicht der Universität St. Gallen waren zwei Aspekte besonders bedeutsam:

  1. die Wichtigkeit einer zentralen Anlaufstelle für akademisches Personal (vom Doktorierenden bis zum/r Professor/in), die von vielen Vertretern auf der Tagung immer wieder hervorgehoben wurde.
  2. der Ansatzpunkt der Vernetzung, um insbesondere Zielgruppen zu erreichen, die nicht regelmäßig an Weiterbildungsangeboten teilnehmen. Über Vernetzungsangebote innerhalb der Disziplinen aber auch disziplinenübergreifend können Anlässe geschaffen werden, sich über für die Hochschule strategisch wichtige Themen auszutauschen.

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